Kingdom_Hearts_3D
Datum: 29.08.2010

Erscheinungen
29.03.2012
29.07.2012
20.07.2012
Plattform
Nintendo 3DS
Spielmodi
Einzelspieler
Kingdom Hearts: Dream Drop Distance

Preis: 38.50€
USK-Einstufung: USK ab 6 freigegeben
Sprache: Englisch, mit dt. Untertiteln
Spieldauer: ~26 Stunden


Story Meister Yen Sid lässt Sora und Riku eine letzte Meisterprüfung durchlaufen. Diese soll sie zu wahren Meistern der Schlüsselschwerter heranreifen, um der Wiederkehr von Xehanort entgegentreten zu können. Während ihrer Prüfung werden sie in unterschiedliche Welten geschickt und dabei getrennt. Diese Welten befinden sich in diesem Moment in einem tiefen Schlaf, welchen ihn von den anderen Welten trennt. Bösartige Traumfänger suchen diese Welten heim. Sora und Riku müssen nun diese Welten erwecken, indem sie die sieben Schlüssellöcher finden und öffnen.


Gameplay
Tauchen Um eine neue Welt zu besuchen, muss man ein Minispiel überwinden, das sich “Tauchen” nennt. In diesem Spiel befinden sich Riku und Sora in einem Sturzflug, in dem sie unterschiedliche Anforderungen erfüllen müssen, um Ringe zu öffnen und somit die nächste Welt bereisen zu können. Das Tauchen ist abwechslungsreich und teilweise recht knifflig, wenn man jedoch den Dreh raus hat, relativ einfach. Manchmal gilt es genug Ziele zu erwischen, gelegentlich auch den ein oder anderen Gegner zu besiegen und dabei Angriffen geschickt auszuweichen.


Fluss
Beim Fluss handelt es sich um einen beschleunigten Angriff, indem man sich von Wänden abstützt, an Straßenlampen oder Pfosten rotiert, von Treppengeländer rutscht oder sogar an Gegner abprallt und sie durch die Gegend schleudert. Von vielen wird der Fluss als unübersichtlich bezeichnet. Allerdings ist er besonders für Kampfkrücken wie mich eine große Hilfe, da er automatisch Gegner anvisiert. Dies wiederum kann schnell zu einer Abhängigkeit führen und macht Kämpfe, in denen ein Fluss nicht schnell zustande kommen kann um einiges schwieriger. Im Zweifelsfall heißt es allerdings L+R und Y drücken und daran denken, dass im Kommandodeck auch hin und wieder ein Heiltrank zufinden ist.Im Großen und Ganzen macht der Fluss allerdings viel Spaß, auch wenn er im ersten Moment umständlich erscheint.


Realitätswandel
Je nachdem, in welcher Welt man sich befindet, unterscheidet sich auch der Realitätswandel, der nicht nur dazu dient, Gegner zu bekämpfen, sondern auch versteckte Truhen freizulegen oder Waffen auszuschalten. Während man in der Traverse mit Kisten auf Gegner schießen kann, knackt man im Raster Codes oder bringt Noten in der Welt der Symphonie zum Erklingen.Der Realitätswandel ist in den meisten Welt gut umgesetzt und sehr hilfreich, allerdings gerade in ‚Der Welt, die niemals war’ hat mein Touchscreen eine Menge Prügel einstecken müssen, weil er in den einzelnen Bosskämpfen einfach nicht funktionieren wollte.


Kommandos
Die Auswahl der Kommandos ist relativ umständlich. Man hat ein Kommandodeck, das man unterschiedlich zusammenstellen kann, wobei manche Komboattacken mehr als nur einen Slot in Anspruch nehmen, wodurch der Spieler weniger Kommandos oder auch Heiltränke in die Decks einbauen kann. Sofern Heiltränke benötigt werden, sollte man sich schon vorher darüber im Klaren sein und bereits diesen im Kampf raussuchen, sonst liegt man ziemlich schnell am Boden und darf den ganzen Kampf noch einmal spielen, was gerade kurz vor Schluss wirklich frustrierend ist.Einige Attacken können entweder nur von Riku oder nur von Sora benutzt werden. Gerade bei Riku gibt es allerdings zwei Attacken, die die Balance komplett umwerfen und sehr überpowert sind.


Der Sturz
Das frustrierendste an diesem Spiel ist, wenn man gerade in einem Endkampf steckt und sieht, dass einem die Zeit abläuft. Denn mitten im Kampf kann es passieren, dass Sora zu Riku wechselt und sobald man wieder zu Sora wechselt, merkt man, dass man den kompletten Kampf noch einmal von vorn beginnen darf.Der Sturz an sich ist allerdings ein interessantes Stilmittel, um die beiden unterschiedlichen Handlungen von Sora und Riku zu erzählen und zu verknüpfen. Mit jedem Sturz kann man außerdem Fähigkeiten auswählen, die den jeweils anderen Charakter im Kampf unterstützen.


Traumfänger – Gegner und Verbündete
In 3D sind die Gegner im Gegensatz zu den anderen Spielen nicht die Herzlosen oder Niemande, sondern die sogenannten Traumfänger. Sie sind allerdings nicht nur Gegner. In jedem Kampf sammelt der Spieler Traumfragmente, mit denen er sich nach und nach immer mächtigere dieser quietschbunten Gefährten erstellen kann. Bis zu drei Traumfänger können in eine Gruppe aufgenommen werden, wobei nur zwei aktiv kämpfen. Sie können auch mit Hilfe von Minispielen trainieren und mit Süßigkeiten verwöhnt werden. Durch extra Streicheleinheiten wird auch die Bindung zu ihnen gestärkt. So können sie zu einer großen Unterstützung im Kampf werden – gerade die Traumfänger, die die Fähigkeiten Regeneration oder Heilung beherrschen.Riku und Sora können sich die Traumfänger teilen, so dass nur einer jeder Art erschaffen werden muss, sollte der Spieler einen Sammeldrang verspüren. Jeder Traumfänger hat spezielle Fähigkeitenbäume, die mit steigender Zuneigung, Kampferfahrung und Laune immer mehr Wege frei schalten und mit Sora oder Riku verbunden spezielle Fähigkeiten entwickeln.


Die Welten
Besucht werden altbekannte Welten im bekannten Stil. Die Handlung beginnt in der Traverse, wo man auf Charaktere aus dem Square Enix Spiel „The world ends with you“ trifft, was Fans des Spiels sicherlich gefreut, andere Spieler aber eher verärgert hat.Der nächste Ring öffnet drei Welten, und wenn man wie ich den Fehler macht, einfach mal nach der Traverse ins „Paradies der bösen Buben“ zu huschen hat nicht sehr viel zu lachen.Die Welten sind alle liebevoll, detailliert, unterschiedlich und abwechslungsreich gestaltet. Zwar hab ich mich zig Mal im Raster verlaufen, aber auch da konnte ich mich irgendwann durchwuseln und das hat dem Spiel auch keinen Abbruch getan.Besonders faszinierend ist die „Welt der Symphonien“, die durch das Erklingen von erzeugten Tönen neue Wege via Regenbögen, blühenden Blumen oder Eiskristallen frei schaltet.


Grafik
Die Grafik ist sehr beeindruckend, besonders die Liebe zum Detail und die Gestaltung der Welten. Die Farben sie gewohnt grell und quietschbunt, aber das macht den liebevollen Charme von Kingdoms Hearts mit aus.Von der 3D Grafik habe ich persönlich nicht viel mitbekommen. Im Laufe des Spiels habe ich sie ausgestellt und nur angemacht, um zu sehen, wie sie in manchen Szenen wirkt. Sofern man den Blickwinkel ändert, sieht man nur noch doppelt überlagerte Bilder, allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die 3D Grafik in diesem Spiel wirklich gut umgesetzt wurde und auch sehr gut wirkt. Dass ich diese Einstellungen ausgeschaltet habe lag nicht an der Umsetzung, sondern an meiner persönlichen Vorliebe liebe ohne zu spielen.h1. Musik Die Musik ist stimmig, einzig die Hintergrundmusik bei den Traumfängern war auf die Dauer recht nervtötend, weshalb diese kurzer Hand auch abgestellt wurde. Im Spiel und in den einzelnen Sequenzen ist sie sehr atmosphärisch und wirkt nicht störend oder aufdringlich.


Fazit
Alles in allem ist Kingdom Hearts: Dream Drop Distance ein unterhaltsames Spiel. Wieder einmal schafft es Square Enix den Disney Welten Leben einzuhauchen und diverse Nostalgiemomente zu triggern. Die Musik ist passend, das Kampfsystem flüssig - wenn auch ungewohnt - und die Traumfänger sind zwar ungewöhnliche, aber nichtsdestoweniger liebevolle Begleiter.In der Handlung wurden einige Stränge miteinander verknüpft, doch die große Frage, was hinter Xehanorts Motivation steckt wurde uns allerdings noch nicht beantwortet.Hoffen wir, dass wir es im dritten Teil der Reihe erfahren.